Das ist doch… Ach komm. Aber… Also, so tricky sind die doch auch nicht – tricky genug, einen Song, der aus selbsterfundenen Bob-Dylan-Zitaten zusammengebastelt ist, den Originalgenie-CutUp Ja, es stimmt... ausgerechnet mit einer Spinal-Tap-Melodie zu verknoten, mit dem cheesy Stonehenge auch noch, und ich wäre dankbar, wenn ich nicht der einzige wäre, dem das auffällt – nicht nur auffällt wohlgemerkt, um ganz affektiert eine Spinal-Tap-Besprechung mit Ja, Panik beginnen zu können, weil die neue Spinal-Tap-Edition zu besprechen etwa nicht ganz so kredibel sei. Natürlich sind 3Disc-Ausgaben (erschienen im Vertrieb von Arthaus) mit vier Stunden Bonus-Material (Alle Standarts, klar, aber eben auch: Die tolle Doku The Return Of The Spinal Tap über ein Konzert in den frühen Neunzigern, montypythoneske Originaltrailer, Musikvideos, die deutlich machen, dass der Film auch als Frühbeatles-Parodie bestens funktioniert hätte, eine Fake-Sixties-Pressekonferenz…) zum 25. Jubiläum nicht der heiße Scheiß, aber: Hallo - Spinal Tap!!! Was es zum Film zu sagen gibt: Weiß doch eh jede_r. Einer der tollsten Musikfilme aller Zeiten, die ultimative Tourfilm-Dekonstruktion, intelligent, bissig bis in die Schnurrbartspitzen, unendliches Punchline-Reservoir, zum Schreien komisch, und das ohne auch nur einen einzigen doofen Witz, verdammtnochmal. Dass die Herren Guest – McKean - Shearer vergangenen Sommer den Gag nochmal wiederholen mussten, um mit Back From The Dead gehörig auf die Fresse zu fallen – man hört, mangels Humor, Charisma, Originalität und Selbstreflektion – steht auf einem anderen Blatt, kann der brillanten Metal-Mockumentary aber auch nicht einen Kratzer anhaben. Na, ein paar. Schon. Up to nine turnen reicht ja aber auch, auch noch 2009.